Chinesische Automobilhersteller, die im Jahr 2023 mit den schlechtesten Verkaufszahlen im Bereich Elektrofahrzeuge seit 2021 konfrontiert sind, wenden sich der humanoiden Robotik zu, um dem verlangsamten Wachstum und dem Druck auf die Rentabilität entgegenzuwirken.
Unternehmen wie Xpeng, dessen Aktien in diesem Jahr um über 45 % gefallen sind, kündigen Pläne zur Robotikproduktion an, wobei Xpeng bis Ende 2026 mit der Massenproduktion rechnen möchte. Dieser Wandel ist Teil einer umfassenderen Strategie, sich als Technologieunternehmen zu positionieren und neue Wachstumswege zu schaffen.
Bemerkenswert ist, dass über die Hälfte der fast 20 globalen Unternehmen, die in den Bereich humanoide Robotik eintreten, aus China stammen, mit erheblichen Investitionen von Firmen wie Nio und Xiaomi.
Analysten schlagen vor, dass die Nutzung bestehender Automobil-Lieferketten diesen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil in der Robotik verschaffen könnte, was eine sofortige Implementierung in ihren Betrieben ermöglicht.
Dennoch bleibt die kommerzielle Rentabilität humanoider Roboter ungewiss, da Fragen zur externen Nachfrage und zur Komplexität der Anpassung von Automobiltechnologie für die Robotik bestehen. Trotz der Beschaffung von 900 Millionen US-Dollar für seine Robotik-Abteilung fiel der Aktienkurs von Xpeng, was auf Skepsis der Investoren hinsichtlich des Übergangs hinweist.
Der langfristige Erfolg dieser Diversifizierungsstrategie wird davon abhängen, technologische Herausforderungen zu überwinden und einen Markt für humanoide Roboter über den internen Gebrauch hinaus zu etablieren.