Der Breakwave Tanker Shipping ETF (BWET) hat sich als der bestperformende nicht-gehebelte Fonds in den USA herausgestellt und verzeichnete bis Anfang September einen erstaunlichen Anstieg von 3.600% im Jahresverlauf, so die Daten von Morningstar.
Dieser Anstieg wird größtenteils dem anhaltenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran zugeschrieben, der den Tankerverkehr durch die Straße von Hormuz, eine entscheidende Schifffahrtsroute für Öl, erheblich gestört hat.
Die Situation wurde durch die kürzliche Übernahme des wichtigen Jemen-Hafens durch von Iran unterstützte Houthi-Rebellen weiter verschärft, was die Schifffahrtsrouten im Roten Meer komplizierter macht. Darüber hinaus hat Saudi-Arabiens vorsorgliche Stilllegung seiner Ost-West-Rohölpipeline aufgrund von Drohnenangriffen zur Volatilität in der Region beigetragen.
John Murillo, Chief Business Officer von B2BROKER, betonte, dass BWET den Preis für den Transport von Öl und nicht die Rohölpreise verfolgt, was es zu einem einzigartigen Anlageinstrument macht, das die steigenden Kosten für den Öltransport inmitten geopolitischer Spannungen widerspiegelt.
Die Tarife für Öltankerrouten im Nahen Osten sind im Jahresvergleich um fast 500% gestiegen, was viele Reedereien dazu veranlasst hat, die Region zu meiden, was zu längeren und teureren Handelsrouten führt. Dies hat es den Reedereien ermöglicht, Rekordgewinne zu erzielen, obwohl dies auch erhebliche Risiken mit sich bringt.
Kyle Peacock, Principal bei Peacock Tariff Consulting, stellte fest, dass der aktuelle Boom im Frachtverkehr nicht nur auf den Iran-Konflikt zurückzuführen ist; er wird auch von Zöllen und Umweltfaktoren beeinflusst, wie Dürreperioden, die die Hafenoperationen beeinträchtigen.
Die Dringlichkeit auf dem Markt hat die Dynamik der Schifffahrtsrouten verändert, wobei Unternehmen nun die Rentabilität über traditionelle Routing-Praktiken priorisieren. Während die aktuellen hohen Tarife voraussichtlich anhalten werden, erwartet Peacock, dass Erleichterung in Form neuer Schiffe, die in den nächsten 18 bis 36 Monaten auf den Markt kommen, eintreten wird.
Eric Fullerton, Vice President of Product Marketing bei Project44, wies darauf hin, dass Störungen in den Handelsrouten zunehmend häufig geworden sind, wobei geopolitische Spannungen in diesem Jahr zu einem signifikanten Anstieg der Versandunterbrechungen geführt haben.
Die Auswirkungen dieser Entwicklungen gehen über den Tankerhandel hinaus und betreffen die Inflation und die breitere globale Wirtschaft, da die Kosten für essentielle Güter und Materialien steigen. Investoren, die sich diesen Trends aussetzen möchten, könnten diversifizierte Optionen wie den U.S.
Global Sea to Sky Cargo ETF (SEA) oder den SonicShares Global Shipping ETF (BOAT) in Betracht ziehen, die einen breiteren Zugang zum Schifffahrtssektor bieten, ohne das konzentrierte Risiko, das mit Tanker-Futures verbunden ist.