Laut UBS steht der größte Vermögensübergang in der modernen Geschichte bevor, wobei geschätzt wird, dass in den nächsten zwei Jahrzehnten etwa 83,5 Billionen Dollar von den Babyboomern und älteren Unternehmern an ihre Erben übergehen werden. Dieser Übergang ist besonders bemerkenswert bei Milliardärsfamilien, die bis 2040 voraussichtlich etwa 6,9 Billionen Dollar weitergeben werden.
Vermögensexperten heben einen generationenübergreifenden Wandel in den Anlagestrategien hervor, da jüngere Erben, die oft international gebildet und mobil sind, geneigt sind, ihre Investitionen über verschiedene Anlageklassen und globale Märkte zu diversifizieren.
Elizabeth Hart, CEO von Legacy Wealth Advisors, merkt an, dass die erste Generation von Vermögensschaffenden ihre Investitionen typischerweise in vertrauten Bereichen wie Familienunternehmen oder lokalen Blue-Chip-Aktien konzentrierte, während ihre Kinder zunehmend Vermögen durch eine globale Linse betrachten.
Dieser Trend zeigt sich in einer Umfrage von Natixis Investment Managers, die ergab, dass Millennials im Vergleich zu älteren Generationen mehr Interesse an privaten Anlagen und Kryptowährungen haben. Darüber hinaus definieren jüngere Erben ihre Beziehung zu Geld neu und sehen es als Werkzeug zur Erreichung von Zielen, anstatt als Selbstzweck.
Diese sich entwickelnde Denkweise beeinflusst ihre Ausgabengewohnheiten, wobei sie Erfahrungen und Nachhaltigkeit traditionellen Statussymbolen vorziehen. Der Vermögensübergang ist jedoch nicht ohne Herausforderungen, da familiäre Streitigkeiten und Kommunikationsprobleme die Erhaltung des Vermögens gefährden können.
Berater betonen die Bedeutung der Vorbereitung der Erben auf die Vermögensverwaltung und die Schaffung klarer Governance-Strukturen zur effektiven Verwaltung von Familienvermögen.