Die 30-jährigen US-Staatsanleihenrenditen erreichen den höchsten Stand seit 19 Jahren, Analysten prognostizieren weitere Anstiege

Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen stieg um über 4 Basispunkte auf 5,311 % und erreichte damit den höchsten Punkt seit fast zwei Jahrzehnten. Analysten, darunter Mark Newton von Fundstrat, deuten darauf hin, dass die Renditen aufgrund einer Kombination von Faktoren weiter auf zwischen 5,60 % und 5,70 % steigen könnten.

Besonders bemerkenswert ist, dass die ausländischen Bestände an Staatsanleihen zurückgegangen sind, wobei große Halter wie das Vereinigte Königreich, China und Japan ihre Investitionen reduziert haben. Dieser Rückgang fällt mit schwächeren Wirtschaftsdaten in den USA zusammen, wie etwa den Einzelhandelsumsätzen im Juli, die die niedrigsten seit Mai 2025 sind, dennoch steigen die Renditen weiter.

Der Anstieg der Staatsanleihenrenditen wird auch von den globalen wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst, insbesondere in Japan, wo enttäuschendes Wachstum zu höheren Renditen bei japanischen Staatsanleihen geführt hat, was wiederum die US-Märkte beeinflusst.

Darüber hinaus tragen Bedenken hinsichtlich der Fiskalpolitik in großen Volkswirtschaften und die Möglichkeit aggressiverer Zinserhöhungen durch die Federal Reserve aufgrund des robusten Wirtschaftswachstums und der anhaltenden Inflation zum Aufwärtsdruck auf die Renditen bei.

Die Deutsche Bank hebt hervor, dass starkes Wachstum und hohe Aktienkurse zu strafferen finanziellen Bedingungen führen könnten, was die Fed dazu veranlassen könnte, die Zinsen stärker zu erhöhen als derzeit erwartet.

Die Kombination aus hoher Staatsanleiheemission, Inflationssorgen und einer möglichen globalen Neubewertung der langfristigen Kreditkosten macht langfristige Staatsanleihen anfällig für weitere Anstiege der Renditen, mit wenig Spielraum für Fehler in der aktuellen Marktpreisgestaltung.

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