Südkoreas Präsident Lee Jae Myung zitiert Japans Immobiliencrash, um für nationale Wohnreformen zu plädieren

07/24/2026, 12:36 AM business announcement finance

Präsident Lee Jae Myung hat Parallelen zwischen der aktuellen Immobilienlage in Südkorea und Japans 'verlorenen Jahrzehnten' nach dem Immobilienmarktcrash in den frühen 1990er Jahren gezogen. Er hob hervor, dass Immobilien einen erheblichen Teil des Haushaltsvermögens in Südkorea ausmachen, wobei 75,8 % der Haushaltsvermögen zum Stand März 2025 in Immobilien gebunden sind.

Trotz dieser Bedenken argumentieren Ökonomen wie Kang Min Joo von ING und Gareth Leather von Capital Economics, dass die Ängste vor einem bevorstehenden Platzen der Blase übertrieben sind. Sie verweisen auf strenge Bedingungen für Hypothekendarlehen und eine erhebliche Anzahlungspflicht für Käufer als mildernde Faktoren.

Während die Immobilienpreise in Seoul gestiegen sind, liegen sie nur 10 % über dem Niveau von Januar 2022, und die Preise in anderen Städten wie Busan sind erheblich gesunken.

Experten erkennen an, dass Südkorea zwar einige finanzielle Merkmale mit Japan vor seinem Crash teilt, jedoch derzeit nicht die gleichen Kapitalzuflüsse oder Währungsaufwertungen erlebt, die Japans Umfeld vor der Blase prägten, was flexiblere geldpolitische Reaktionen ermöglicht.

Insgesamt, obwohl die Situation Aufmerksamkeit erfordert, scheint das unmittelbare Risiko eines Immobilienkollapses begrenzt zu sein.

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