Laut dem neuesten Quartalsbericht der Federal Reserve Bank von New York sind die Kreditkartensalden im zweiten Quartal 2026 um 21 Milliarden Dollar gestiegen und belaufen sich nun auf 1,26 Billionen Dollar, was der Spitze des letzten Jahres von 1,28 Billionen Dollar nahekommt. Dies stellt einen Anstieg von 1,7 % im Vergleich zum vorherigen Quartal dar.
Bemerkenswert ist, dass der Prozentsatz der Kreditkartensalden in späten Zahlungsrückständen, definiert als über 90 Tage überfällig, von 7,6 % auf 12,8 % gestiegen ist, was darauf hinweist, dass immer mehr Amerikaner Schwierigkeiten haben, ihre Schuldenzahlungen zu leisten, ein Trend, der an die Große Rezession erinnert.
Die Forscher der New Yorker Fed wiesen jedoch darauf hin, dass diese Rückstandsquote ein nachlaufender Indikator ist, der vergangene Schulden widerspiegelt und nicht aktuelle Trends. Neue Zahlungsrückstände sind stabil geblieben, werden jedoch weiterhin als hoch angesehen, wobei 6,97 % der Salden im vergangenen Jahr in Zahlungsrückstände übergegangen sind.
Die Forscher hoben eine 'K-förmige Wirtschaft' hervor, in der viele Haushalte von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben. Etwa 175 Millionen Amerikaner besitzen Kreditkarten, wobei rund 60 % revolvierende Schulden haben, was ihr finanzielles Risiko erhöht.
Matt Schulz, leitender Kreditanalyst bei LendingTree, wies darauf hin, dass der Anstieg der Kreditkarten- und Eigenheimschulden darauf hindeutet, dass Verbraucher nach Möglichkeiten suchen, ihre Budgets angesichts anhaltender Inflation zu verwalten.
Ein separater Bericht von Achieve ergab, dass 55 % der Verbraucher Kreditkarten verwenden, um wesentliche Ausgaben zu decken, und viele Kreditnehmer erwarten, dass es sechs Monate oder länger dauern wird, um ihre Schulden abzubauen, was auf eine zunehmende Belastung der Haushaltsfinanzen hinweist.