Am 19. Oktober 2026 lehnte der Oberste Gerichtshof die Überprüfung des Falls von Gwynne Wilcox, einem ehemaligen Mitglied des National Labor Relations Board (NLRB), ab, die von Präsident Trump kurz nach Beginn seiner zweiten Amtszeit entlassen wurde.
Diese Entscheidung folgt einem ähnlichen Urteil bezüglich der Entlassung von Rebecca Slaughter aus der Federal Trade Commission und markiert einen bedeutenden Wandel in der rechtlichen Landschaft hinsichtlich der präsidialen Autorität über unabhängige Behörden.
Die Entscheidung des Gerichts bestätigt effektiv das Urteil eines unteren Gerichts, das Trumps Entlassung von Wilcox als gültige Ausübung exekutiver Macht ansah und ein langjähriges Präzedenzrecht aufhob, das zuvor bestimmte Behördenleiter vor einer willkürlichen Abberufung durch den Präsidenten schützte.
Dieses Urteil ist Teil eines breiteren Trends, der die präsidiale Kontrolle über Bundesbehörden stärkt, was zu einem erhöhten politischen Einfluss in Regulierungsangelegenheiten führen könnte.
Wilcox, die von Präsident Biden ernannt wurde und die erste schwarze Frau im NLRB war, hatte argumentiert, dass ihre Entlassung gegen das Bundesrecht verstößt, das NLRB-Beamte vor einer Entlassung ohne Grund schützt.
Das Urteil des Berufungsgerichts, das ein vorhergehendes Urteil zu ihren Gunsten aufhob, deutet jedoch auf einen signifikanten Wandel in der richterlichen Auslegung der exekutiven Autorität hin, der langfristige Auswirkungen auf die Unabhängigkeit von Regulierungsbehörden und das Machtgleichgewicht innerhalb der Bundesregierung haben könnte.