Die Forscher von Morgan Stanley heben hervor, dass die nächste Phase des KI-Booms möglicherweise in den Weltraum übergehen wird, insbesondere durch die orbitaale Computertechnologie. Dieses Konzept beinhaltet die Schaffung virtueller Rechenzentren im Orbit, die die Einschränkungen der landgestützten KI-Rechenzentren verringern könnten.
Zu den Schlüsselfaktoren, die zu diesem Wandel beitragen, gehören sinkende Startkosten, Verbesserungen in der optischen Satellitennetzwerktechnologie und das zunehmende Datenvolumen, das im Weltraum erzeugt wird.
Analyst Shawn Kim merkt an, dass zwar nicht erwartet wird, dass die orbitaale Computertechnologie in naher Zukunft die terrestrischen Rechenzentren ersetzt, jedoch eine vielversprechende kurzfristige Gelegenheit im Bereich des orbitalen Edge-AI besteht, bei dem Satelliten Daten im Weltraum verarbeiten, bevor sie zur Erde zurückübertragen werden.
Jonathan Siegmann von Stifel Financial betont, dass Investitionen in Raumfahrttechnologie jetzt eine realistische Gelegenheit darstellen, da kommerzielle Raumfahrtprojekte an Fahrt gewinnen. Das von SpaceX entwickelte wiederverwendbare Startmodell hat die Kosten erheblich gesenkt und die Entwicklung skalierbarer Netzwerke erleichtert.
Morgan Stanley identifiziert 43 Unternehmen, die in der Lieferkette für orbitaale Computer tätig sind, wobei große Akteure wie Nvidia, Broadcom, Micron Technology und Advanced Micro Devices den US-Markt anführen. Darüber hinaus sind Unternehmen in Asien und Europa ebenfalls entscheidend für diese Lieferkette und liefern essentielle Hardware für die raumgestützte Computertechnologie.
Dieser aufkommende Sektor stellt nicht nur eine Grenze in der Technologie dar, sondern steht auch im Einklang mit nationalen Sicherheits- und kommerziellen Interessen, was ihn zu einem Bereich von großem Interesse für Investoren macht.