Langfristige Staatsanleihen stehen unter erheblichem Druck, da die Rendite der 30-jährigen Treasury-Anleihen nahezu den höchsten Stand seit 2007 erreicht hat, während die Rendite der 10-jährigen Anleihen in Japan ein Drei-Jahrzehnt-Hoch erreichte. In Europa haben die Renditen der 30-jährigen Anleihen in Deutschland und Frankreich ebenfalls die höchsten Werte seit 2011 bzw. 2008 erreicht.
Analysten von UBS stellten fest, dass der vordere Teil der Zinskurve stabil bleibt, was darauf hindeutet, dass qualitativ hochwertige Anleihen mit kurzer und mittlerer Laufzeit angesichts steigender langfristiger Renditen attraktiver sein könnten. Sie hoben hervor, dass die derzeit höheren Renditen vor potenziellen Verlusten durch weitere Zinserhöhungen schützen können.
Die Analyse von UBS zeigt, dass die Renditen der 2-jährigen und 5-jährigen Treasury-Anleihen erheblich steigen müssten, damit fallende Anleihepreise die Einkommensrenditen negieren.
Der Verkaufsdruck auf langfristige Schulden, der im Juni begann, wird auf Bedenken hinsichtlich eines wachsenden Haushaltsdefizits, anhaltender Inflation und einer erhöhten Emission von Unternehmensschulden zurückgeführt.
Folglich ziehen Investoren zunehmend kurzfristige Anlagen vor, wobei ultra-kurzfristige Anleihe-ETFs im Juli Zuflüsse von 12,8 Milliarden Dollar verzeichneten, was einen Wandel von langfristigen Anleihen widerspiegelt, die als weniger effektiv für die Portfoliodiversifizierung angesehen werden.