Seit der Umsetzung von Präsident Trumps Blockade in der vergangenen Woche ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz stark gesunken, wobei Lloyd's List Intelligence einen Rückgang der Durchfahrten um 66 % von 157 auf nur 53 Schiffe meldet. Die Bewegungen von Tankern und Gaskarrier fielen von 90 auf 30 Überquerungen.
Dieser Rückgang folgt auf erneute militärische Aktionen der USA und Irans Verbot des maritimen Verkehrs, was die Schiffseigner dazu veranlasst hat, die Risiken der Navigation im Golf neu zu bewerten. Tägliche Überquerungen fielen von über 20 Schiffen auf einstellige Zahlen und kehrten damit einen Trend der allmählichen Normalisierung um, der nach einem Waffenstillstand Mitte Juni beobachtet wurde.
Bridget Diakun, eine leitende Analystin bei Lloyd's List Intelligence, stellte fest, dass der Verkehr zwar erheblich langsamer geworden ist, aber nicht vollständig zum Stillstand gekommen ist, da einige Tanker weiterhin basierend auf unterschiedlichen Risikobereitschaften operieren. Daten von S&P Global bestätigen diesen Trend und zeigen einen Rückgang des wöchentlichen Verkehrs um fast 50 %.
Die Situation deutet darauf hin, dass die Erwartungen an eine schnelle Lösung des Konflikts möglicherweise zu optimistisch waren, wobei Saul Kavonic von MST Marquee warnt, dass, falls die Feindseligkeiten anhalten, die Ölpreise aufgrund der strategischen Bedeutung der Straße auf etwa 100 USD pro Barrel steigen könnten, da sie etwa 20 % des globalen Ölverbrauchs transportiert.