Rick Rieder, Chief Investment Officer für globale festverzinsliche Anlagen bei BlackRock, teilte in einem Interview mit CNBC seine Einschätzungen zu den Auswirkungen von Kevin Warshs Ernennung zum Leiter der Federal Reserve mit.
Er prognostiziert ein Umfeld mit höheren Zinssätzen, das durch reduzierte Volatilität gekennzeichnet ist, und deutet darauf hin, dass die Fed sich stärker auf die Erreichung ihres Inflationsziels von 2 % konzentrieren wird, anstatt auf geringfügige Schwankungen der Inflationsraten.
Rieder ist der Ansicht, dass dieser Ansatz der Fed ermöglichen wird, effektiver auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren, was das Vertrauen der Investoren stärken könnte. Er betont, dass die aktuellen realen Zinssätze erheblich höher sind als in den letzten zwei Jahrzehnten, was die Investoren ermutigt, die Einkünfte aus Anleihen ohne die vorherigen Volatilitätsniveaus zu nutzen.
Rieder erwartet, dass die Fed ihre aktuellen Zinssätze mindestens bis zu den nächsten beiden Sitzungen beibehalten wird, mit der Möglichkeit einer Lockerung im Jahr 2027. Er rät den Investoren, eine konservative Haltung gegenüber Zinsrisiken einzunehmen und 'dynamische Geduld' bei festverzinslichen Anlagen zu praktizieren.
Rieder hebt Chancen in nicht-agenturgebundenen Hypotheken und gewerblichen hypothekenbesicherten Wertpapieren aufgrund ihrer attraktiven Renditen hervor, äußert jedoch Skepsis gegenüber dem Investment-Grade-Kreditmarkt, der mit einem Überangebot konfrontiert ist. Er diversifiziert auch in europäische Kredite und agiert taktisch in Schwellenmärkten wie Mexiko.
Darüber hinaus hat Rieder Optionsstrategien eingesetzt, um die Zinsvolatilität zu steuern, und zeigt sich bereit, die Zinsrisiken zu erhöhen, wenn sich die Marktbedingungen stabilisieren.