Zwei Berichte, die am 16. Juli 2026 veröffentlicht wurden, heben die anhaltenden Schwierigkeiten auf dem Immobilienmarkt hervor, die hauptsächlich durch Erschwinglichkeitsprobleme verursacht werden.
Die National Association of Realtors (NAR) berichtete von einem Rückgang der ausstehenden Hausverkäufe um 5,4 % im Juni im Vergleich zum Mai, wobei die Verkäufe auch im Jahresvergleich um 0,3 % zurückgingen und die Erwartungen der Analysten nicht erfüllten.
NAR-Chefökonom Lawrence Yun führte diesen Rückgang auf die höchsten Hypothekenzinsen seit fast einem Jahr und die rekordhohen Medianpreise für Immobilien zurück, was es Erstkäufern besonders schwer macht. Der durchschnittliche Zinssatz für eine 30-jährige Festhypothek blieb im Juni stabil bei 6,6 %, was einen erheblichen Anstieg im Vergleich zu Beginn des Jahres darstellt.
Darüber hinaus gingen die Hypothekenanträge für den Kauf von Immobilien im Vergleich zur gleichen Woche des Vorjahres um 2 % zurück, was auf eine nachlassende Nachfrage hinweist.
Gleichzeitig berichtete die National Association of Home Builders (NAHB) von einem Rückgang des Bauunternehmervertrauens auf 34 im Juli, was seit über 15 Monaten unter dem neutralen Wert von 50 bleibt, der längste Zeitraum seit 2012.
NAHB-Chefökonom Robert Dietz stellte fest, dass hohe Hypothekenzinsen, teures Land, steigende Materialkosten und Arbeitskräftemangel große Hürden für die Branche darstellen. Eine wachsende Zahl von Bauunternehmern reagiert darauf, indem sie die Preise senken und Verkaufsanreize anbieten, wobei 37 % im Juli die Preise reduzierten.
Obwohl neue Wohnungsbaugesetze darauf abzielen, einige dieser Probleme durch die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren zu lindern, sind umfassendere politische Änderungen auf lokaler und staatlicher Ebene erforderlich. Insgesamt üben die anhaltend hohen Preise und das geringe Angebot an Wohnraum weiterhin Druck auf den Markt aus, was zu einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld beiträgt.