Novartis gab bekannt, dass sein Medikament pelacarsen, das in Zusammenarbeit mit Ionis Pharmaceuticals entwickelt wurde, die kardiovaskulären Ergebnisse trotz der Senkung schädlicher Cholesterinwerte in einer späten Studie nicht signifikant verbesserte.
Dieser Rückschlag ist bedeutend, da er das erste große Scheitern im Wettlauf um die Entwicklung effektiver Behandlungen für Lp(a) darstellt, das weltweit etwa jeden fünften Menschen betrifft und derzeit keine zugelassenen Therapien hat.
Nach der Ankündigung fiel die Aktie von Novartis um 3 %, was die Bedenken der Investoren über die Auswirkungen auf den breiteren Markt widerspiegelt, dessen Wert Analysten auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt hatten. Der Misserfolg hat auch die Aktien der Wettbewerber Amgen und Ionis negativ beeinflusst, mit Rückgängen von etwa 5 % bzw. 10 %.
Analysten von Citi stellten fest, dass die Lp(a)-Hypothese zwar geschwächt, aber nicht vollständig widerlegt ist und weitere Daten benötigt werden, um die Ergebnisse der Studie zu verstehen. Der Chief Medical Officer von Novartis betonte die Bedeutung der Ergebnisse für das zukünftige Management des kardiovaskulären Risikos.
Die Studie umfasste über 8.000 Patienten, die bereits eine optimierte Behandlung erhielten, und Analysten von Jefferies wiesen darauf hin, dass die Verbesserung der Behandlungsstandards die Demonstration zusätzlicher Vorteile neuer Behandlungen komplizieren könnte.
Der potenzielle Markt für pelacarsen wurde auf jährlich 4 bis 5 Milliarden Dollar geschätzt, was für Novartis entscheidend gewesen wäre, da das Unternehmen mit erheblichen Patentabläufen konfrontiert ist.
Das Ergebnis der Studie erhöht den Druck auf Amgen und Eli Lilly, deren konkurrierende Medikamente sich noch in der Entwicklung befinden, wobei Analysten anmerken, dass der Misserfolg größeren Druck auf ihre bevorstehenden Studien ausübt, um bedeutende kardiovaskuläre Vorteile zu zeigen.