Joachim Klement, Geschäftsführer bei Panmure Liberum, argumentiert, dass die Zukunft der künstlichen Intelligenz (KI) möglicherweise nicht in großen Datenzentren liegt, sondern vielmehr in kleineren Sprachmodellen, die auf Verbraucherhardware betrieben werden können.
Er verweist auf Forschungen der Stanford University, die darauf hinweisen, dass diese kleineren Modelle über 80 % typischer KI-Aufgaben effektiv bewältigen können, was auf einen signifikanten Wandel in der Verwaltung von KI-Workloads hindeutet.
Dieser Übergang könnte dazu führen, dass Hyperscaler, also große Betreiber von Datenzentren, mit Überkapazitäten konfrontiert werden, während der Wert zu Geräteherstellern und Edge-Chip-Lieferanten wandert, die oft im KI-Bereich übersehen werden. Klement identifiziert Apple und Dell als potenzielle Gewinner in diesem Szenario, trotz ihrer aktuellen Wahrnehmung als KI-Nachzügler.
Er betont, dass die Wirtschaftlichkeit des Betriebs von KI-Modellen lokal erheblich günstiger ist, wobei die Kosten für lokale Systeme 70-80 % günstiger sind als die in Datenzentren. Dieser Wandel beeinflusst bereits die Unternehmensstrategien, da Unternehmen wie AT&T und JPMorgan ihre KI-Einführungen basierend auf Kosten und Leistung anpassen.
Klement hebt auch die kürzliche Einführung von Nvidias Desktop-KI-Lösung DGX Spark hervor, als Reaktion auf mögliche Rückgänge in der Nachfrage nach Datenzentren.
Er prognostiziert, dass Chip-Designer, die sich auf Edge-Computing konzentrieren, wie Arm und Qualcomm, von diesem Trend profitieren werden, während Speicherhersteller aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach lokalen KI-Systemen stabil bleiben.
Insgesamt glaubt Klement, dass die Branche möglicherweise übermäßig Datenzentren baut und dass die Zukunft der KI zunehmend lokale Computerlösungen begünstigen könnte.