Der Volatilitätsindex (VIX) der Chicago Board Options Exchange, der die erwartete Marktvolatilität misst, ist auf 14,2 gefallen und spiegelt einen ruhigen Markt wider, trotz anhaltender geopolitischer Spannungen.
Mit einem Anstieg des S&P 500 um etwa 16 % im bisherigen Jahresverlauf und anderen Aktienbenchmarks, die Rekordhöhen erreichen, warnen Analysten wie Jonathan Krinsky von BTIG, dass diese niedrige Volatilität zu erhöhten Risiken führen könnte, während der Markt in die historisch volatile Phase von Mitte August bis Mitte Oktober eintritt.
Krinsky hebt hervor, dass der S&P in jedem Zwischenwahljahr seit 1990 in diesem Zeitraum einen Rückgang von mindestens 7 % erlebt hat. Darüber hinaus bleiben die Renditen langfristiger Staatsanleihen trotz eines Mangels an signifikanten Abwärtstagen im Jahr 2026, was untypisch ist, nahe den Zyklus-Hochs, was auf zugrunde liegende Risiken hinweist.
Axel Rudolph von IG weist darauf hin, dass, obwohl die Zuflüsse in Aktienfonds stark waren, der Markt das Potenzial für negative Entwicklungen möglicherweise unterschätzt, insbesondere angesichts der jüngsten Wirtschaftsdaten, die auf eine Belastung der Verbraucher hindeuten. Insgesamt erscheint das aktuelle Marktumfeld prekär, und Investoren wird geraten, ihre Risikopositionen zu überdenken.