Oracle wird nächste Woche seine Ergebnisse bekannt geben, nachdem OpenAI auf der Goldman Sachs Communications & Technology-Konferenz präsentiert hat. Dieser Zeitpunkt ist bedeutend, da er die Rolle von Oracle im Bereich der KI-Infrastruktur hervorhebt, insbesondere angesichts der wachsenden Prüfung von OpenAIs Infrastrukturverpflichtungen gegenüber Oracle.
Analysten an der Wall Street sind optimistisch, mit 42 Kaufempfehlungen und Erwartungen an ein Umsatzwachstum von etwa 28% in konstanten Währungen im Vergleich zu 11% vor einem Jahr sowie einem Anstieg des bereinigten EPS um etwa 18,5%.
Während das Umsatzwachstum von Oracle die Gewinne übertrifft, sieht sich das Unternehmen der Konkurrenz von Hardwareanbietern wie Micron gegenüber, die ein noch substantielleres Wachstum bei Umsatz und EPS verzeichnen.
Die Cloud-Infrastruktur von Oracle, insbesondere das OCI-Geschäft, steht im Mittelpunkt der optimistischen Prognose, wobei das Management für das kommende Quartal ein Umsatzwachstum von 27%-29% prognostiziert. Allerdings wirft die Abhängigkeit von externen Finanzierungen Bedenken auf, da die Bilanz bereits stärker verschuldet ist als die der Wettbewerber.
Der Optionsmarkt spiegelt diese Unsicherheit wider, wobei die implizite Volatilität auf eine potenzielle Preisbewegung von über 10% bis nächste Woche hindeutet. Eine empfohlene Handelsstrategie umfasst einen 'doppelten Diagonal'- oder Strangle-Swap, der darauf abzielt, von der erwarteten Volatilität zu profitieren, ohne eine direkte Position gegen den Momentum der Aktie einzunehmen.
Diese Strategie ermöglicht Schutz vor erheblichen Preisbewegungen, während die Risiken im Zusammenhang mit dem Ergebnisbericht gemanagt werden.