Die US-Nonfarm-Löhne stiegen im August um 162.000, was die Prognose von 55.000 deutlich übertraf, während die Arbeitslosenquote stabil bei 4,1% blieb. Diese robusten Arbeitsmarktdaten haben dazu geführt, dass Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um einen Viertelpunkt während der Sitzung des Federal Open Market Committee am 15.-16. September auf 60% ansetzen.
Die UBS-Analysten, angeführt von Mark Haefele, schlagen vor, dass diese potenzielle Zinserhöhung Chancen für Investoren schaffen könnte, Aktien bei Rückgängen zu kaufen, von höheren Renditen in Anleihen mit mittlerer bis langer Laufzeit zu profitieren und Gold als Absicherung zu nutzen.
Sie betonen, dass eine Zinserhöhung, die durch wirtschaftliche Stärke bedingt ist, sich von einer Zinserhöhung aufgrund von Inflationssorgen unterscheidet, was wichtige Auswirkungen auf das Portfoliomanagement hat.
UBS bleibt optimistisch hinsichtlich globaler Aktien und verweist auf starke Treiber wie KI-bezogene Investitionen und breites Gewinnwachstum, trotz potenzieller kurzfristiger Volatilität durch steigende Renditen. Im Anleihenmarkt raten sie davon ab, Anleihen mit kurzer bis mittlerer Laufzeit zu sichern, und empfehlen stattdessen, Chancen in längeren Laufzeiten zu erkunden.
Eine restriktive Haltung der Fed könnte auch den US-Dollar unterstützen, während höhere reale Zinsen kurzfristig Herausforderungen für Gold darstellen könnten, obwohl seine Rolle als sicherer Hafen durch anhaltende Inflation und geopolitische Unsicherheiten gestärkt werden könnte.