Der japanische Yen hat seit Ende Juli etwa 6% gegenüber dem Dollar zugelegt und ist damit die bestperformende G10-Währung. Diese Veränderung hat Spekulanten dazu gebracht, ihre Positionen umzukehren, indem sie von einem Netto-Short von etwa 92.200 Kontrakten zu einem Netto-Long von etwa 10.800 Kontrakten bis zum 8.
September übergegangen sind, wie die Commodity Futures Trading Commission berichtet. Die Stärke des Yen wird auf die restriktiven Signale der Bank of Japan bezüglich möglicher Zinserhöhungen zurückgeführt, was im Gegensatz zu früheren Interventionen steht, die nicht in der Lage waren, die Währung zu stabilisieren.
Die Warnung von Finanzminister Scott Bessent, gegen den Yen zu wetten, unterstützt seine aktuelle Stärke zusätzlich. Infolgedessen erkunden Investoren den chinesischen Yuan und den kanadischen Dollar als tragfähige Optionen für Carry-Trades.
Die Bank of America weist darauf hin, dass, obwohl das Kapital-Konto des Yuan restriktiver ist als das Japans, es eine signifikante Emission von Offshore-Yuan-Anleihen gegeben hat. In der Zwischenzeit hebt TD Securities das günstige Verhältnis von Carry zu Volatilität des kanadischen Dollars hervor, was ihn trotz der jüngsten Zollspannungen mit den USA zu einer attraktiven Alternative macht.
Analysten schlagen vor, dass die Aufwertung des Yen zwar zu einer Rotation bei Carry-Trades führen könnte, die niedrigen japanischen Zinssätze jedoch wahrscheinlich den Yen in diesem Markt relevant halten werden.