Laut einem Bericht von Giving USA stiegen die wohltätigen Spenden in den USA 2025 um 5,7 %, was das erste Mal markiert, dass sie in der 60-jährigen Geschichte 600 Milliarden Dollar überstiegen.
Einzelspenden machten 394,2 Milliarden Dollar aus, was eine bescheidene Erhöhung von 1,4 % nach Anpassung an die Inflation darstellt, während die wohltätigen Vermächtnisse um 16,6 % auf 62,19 Milliarden Dollar anstiegen.
Dieser Anstieg der Vermächtnisse wird als potenzieller Indikator für den Großen Vermögenstransfer angesehen, wobei Cerulli Associates prognostiziert, dass bis 2048 über 124 Billionen Dollar an Vermögenswerten weitergegeben werden, von denen etwa 18 Billionen Dollar für wohltätige Zwecke erwartet werden.
Jon Bergdoll, leitender Analyst des Berichts, bemerkte, dass die wohlhabendsten Amerikaner, die am ehesten erhebliche Geschenke hinterlassen, erheblich von der Entwicklung des Aktienmarktes profitiert haben.
Trotz des allgemeinen Anstiegs der Spenden äußerte Bergdoll Bedenken über die Diskrepanz zwischen den Gewinnen am Aktienmarkt und den wohltätigen Beiträgen und führte dies auf wirtschaftliche Unsicherheit und eine niedrige Verbraucherstimmung zurück.
Er betonte die Bedeutung der Stabilisierung der wohltätigen Spenden und schlug vor, dass diese nicht in direkter Korrelation mit Marktveränderungen schwanken sollten. Der Bericht hob auch hervor, dass eine kleine Anzahl wohlhabender Spender einen erheblichen Teil der Gesamtsummen beigetragen hat, wobei MacKenzie Scott mit 6,65 Milliarden Dollar an der Spitze steht.
Gabe Cooper von der Giving USA Foundation erkannte die Vorteile großer Spenden an, warnte jedoch vor einer zunehmenden Abhängigkeit von Megadonoren, da deren Spendenmuster unberechenbar sein können. Er betonte auch die Bedeutung, verantwortungsvolle Philanthropie unter den Erben wohlhabender Personen zu fördern.