Aktuelle Erkenntnisse von Finanzberatern heben einen signifikanten Wandel in den Anlagestrategien für den Ruhestand hervor, der eine höhere Aktienallokation als zuvor empfohlen befürwortet. Traditionell wurde Rentnern geraten, ihre Aktienexposure bei etwa 30 % zum Zeitpunkt des Ruhestands zu reduzieren.
Experten wie Cheri Belski von LPL Financial schlagen jedoch nun vor, eine Aktienallokation zwischen 40 % und 80 % beizubehalten, um Inflation zu bekämpfen und die Langlebigkeit der Mittel zu gewährleisten. Diese Veränderung ist besonders relevant, da täglich über 11.200 Amerikaner 65 Jahre alt werden, was eine robuste Anlagestrategie erfordert, um potenziell lange Ruhestände zu unterstützen.
Berater betonen, dass ein maßgeschneiderter Ansatz entscheidend ist, wobei individuelle Faktoren wie Risikotoleranz, Einkommensbedürfnisse und allgemeine finanzielle Ziele berücksichtigt werden sollten. Zum Beispiel empfiehlt Collin Lindsey eine Aktienallokation von 40 % bis 60 % für Kunden in ihren späten 60ern und frühen 70ern und rät gleichzeitig von hochvolatilen Investitionen ab.
Während Rentner älter werden, bleibt es wichtig, eine gewisse Aktienexposure aufrechtzuerhalten, selbst für diejenigen in ihren 80ern, um ein angemessenes Einkommen und den Erhalt des Vermögens zu gewährleisten.
Darüber hinaus wird die Verwendung von Zielterminfonds für diejenigen empfohlen, die eine einfachere Anlagelösung suchen, da diese Fonds ihre Aktienexposure im Laufe der Zeit schrittweise anpassen. Insgesamt unterstreicht die sich entwickelnde Perspektive auf das Investieren im Ruhestand die Bedeutung wachstumsorientierter Strategien zur Sicherung der finanziellen Stabilität im Ruhestand.