Am Mittwoch gab das Finanzministerium bekannt, dass es seine Rückkaufoperationen für Staatsanleihen erhöhen wird, wobei insbesondere die Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren und von 20 bis 30 Jahren im Fokus stehen.
Dieser Schritt erfolgt, da die Renditen auf ein Niveau gestiegen sind, das seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde, was zu Spannungen auf den Märkten für festverzinsliche Wertpapiere führt. Die Rückkaufgröße wird von 2 Milliarden Dollar auf mindestens 4 Milliarden Dollar erhöht, wirksam vom 9. September bis zum 4. November.
Nach dieser Ankündigung fielen die Renditen der Benchmark-Anleihe mit 10 Jahren um 6 Basispunkte auf 4,647 %, während die 30-jährigen Anleihen um 9 Basispunkte auf 5,196 % sanken. Die Strategie des Finanzministeriums zielt darauf ab, die Liquidität bei längerfristigen Schulden zu verbessern, die seit Ende Juni einen Mangel an Käufern erlebt haben.
Marktanalysten führen die jüngsten Renditeanstiege auf Faktoren wie eine höhere Terminkomponente für Staatsanleihen und eine Veränderung im Profil der Käufer von Staatsanleihen zurück, zusammen mit einem Anstieg des Angebots an Unternehmensschulden im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.
Peter Boockvar, Chief Investment Officer bei One Point BFG Wealth Partners, betonte, dass diese Maßnahme keine Schuldenreduzierung darstellt, sondern vielmehr eine Umstrukturierung des Fälligkeitsschemas der Staatsanleihen, was die proaktive Haltung des Finanzministeriums zur Bewältigung von Liquiditätsproblemen auf dem Markt verdeutlicht.