Analysten prognostizieren, dass Schwellenmärkte durch Carry-Trades signifikante Investitionen anziehen werden, nachdem die Rückkaufpläne für US-Staatsanleihen angekündigt wurden

Analysten prognostizieren einen Anstieg der Investitionen in Schwellenmärkte nach der Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent über erhöhte Rückkäufe von längerfristigen Staatsanleihen, die darauf abzielen, die langfristigen Renditen angesichts von Inflationssorgen zu senken.

Diese Intervention hat den Dollar geschwächt, wodurch es für Investoren günstiger wird, in USD zu leihen und in renditestärkere Vermögenswerte in Schwellenmärkten zu investieren. Robin Brooks vom Brookings Institution bemerkte, dass dies zu einer 'Welle von Geld' führen könnte, die in diese Märkte fließt, da die mit Carry-Trades verbundenen Risiken abgenommen haben.

Jüngste Daten von TD Securities zeigen, dass globale Schwellenmarkt-Anleihenfonds Zuflüsse von 967 Millionen USD verzeichneten, was einem Anstieg von 15 % im Vergleich zur Vorwoche entspricht, trotz einer allgemeinen Verlangsamung der Zuflüsse in Anleihenfonds.

Der schwächere Dollar hat auch die Goldpreise angekurbelt, wobei namhafte Investoren wie Ray Dalio das Edelmetall als sicheren Hafen befürworten.

Peter Kinsella von Union Bancaire Privee hob hervor, dass die Maßnahmen der US-Regierung auf eine Verschiebung hin zu finanzieller Repression hindeuten könnten, was hochverzinslichen Währungen sowohl in den G10 als auch in Schwellenmärkten zugutekommen würde.

Besonders der südkoreanische Won, der brasilianische Real und der südafrikanische Rand haben sich seit der Ankündigung gegenüber dem Dollar gestärkt. Brasilien und die Türkei werden besonders wegen ihrer hohen nominalen und inflationsbereinigten Renditen bevorzugt, wobei der Leitzins in Brasilien bei 14 % und der Repo-Satz in der Türkei bei 37 % liegt.

In der Zwischenzeit hat Kolumbien an Beliebtheit für Carry-Trades gewonnen, da seine Währung und der Aktienindex beide seit Jahresbeginn um etwa 20 % gestiegen sind. Allerdings wird erwartet, dass asiatische Währungen aufgrund niedrigerer impliziter Renditen zurückbleiben, insbesondere wenn die Federal Reserve die Zinssätze erhöht.

Insgesamt deutet die Rückkaufstrategie des Finanzministeriums auf ein Potenzial für aggressivere geldpolitische Maßnahmen in der Zukunft hin, die die Kapitalflüsse in Schwellenmärkte weiter beeinflussen könnten.

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