Der Barclays-Analyst Laurence Whyatt hob hervor, dass Brasilien ein entscheidender Markt für Anheuser-Busch ist, der etwa 11 % der konsolidierten Einnahmen des Unternehmens und 48 % des EBITDA von Ambev beiträgt.
Die neue 'Sündensteuer' auf Alkohol, die im Januar 2027 in Kraft treten soll, stellt eine erhebliche Herausforderung dar, da sie direkt einen wesentlichen Teil der Gewinne von Ambev betrifft. Darüber hinaus wird erwartet, dass das Ende der Weltmeisterschaft schwierige Jahresvergleiche schafft, da frühere Turniere gezeigt haben, dass ein Anstieg des Alkoholverbrauchs in der Regel vorübergehend ist.
Whyatt äußerte Bedenken, dass die aktuelle Bewertung des Unternehmens, die über 18-mal den erwarteten Gewinn beträgt, im Vergleich zu Wettbewerbern wie Heineken und Carlsberg zu hoch ist.
Er glaubt, dass die Kombination aus der Marktreife Brasiliens, der Unsicherheit bezüglich der neuen Steuer und den schwierigen Vergleichen nach der Weltmeisterschaft das Wachstum untergraben wird, das zuvor die Premiumbewertung von Anheuser-Busch gerechtfertigt hat. Nach dieser Herabstufung erlebten die Aktien von Anheuser-Busch einen leichten Rückgang.