Lars Barstad, CEO von Frontline, wies darauf hin, dass eine glaubwürdige Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu einem erheblichen Anstieg des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormuz führen könnte, der derzeit aufgrund von Sicherheitsbedenken auf etwa fünf bis zehn Schiffe täglich beschränkt ist.
Er bemerkte, dass der Verkehr möglicherweise nicht sofort auf die Vorkriegsniveaus von 130 bis 140 Schiffen pro Tag zurückkehren wird, das Potenzial für erhöhte Durchfahrten jedoch erheblich ist, insbesondere da die Golfstaaten bestrebt sind, Rohöl zu exportieren, während die Lagerstätten voll sind.
Barstad erwähnte, dass derzeit etwa 10 % der größten Tanker der Welt im Golf feststecken, wobei jeder rund 2 Millionen Barrel Öl transportieren kann. Er hob hervor, dass logistische Herausforderungen, wie das Umpositionieren von Tankern und mögliche Schäden an Ölfeldern, eine schnelle Erholung der Ölströme behindern könnten.
Das Bedrohungsniveau in der Region bleibt hoch, wobei das Joint Maritime Information Center kürzlich die Risikobewertung herabgestuft hat, aber weiterhin vor erhöhten Bedrohungen warnt.
Barstad wies auch darauf hin, dass sich die Reeder an die Situation anpassen, und während die Idee von Transitgebühren diskutiert wurde, wird die Branche wahrscheinlich Anpassungen vornehmen, wenn dies erforderlich ist. Insgesamt könnte die Lösung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran erhebliche Auswirkungen auf die Ölversorgung und die Schifffahrtsdynamik in der Region haben.