Die Aktie von Diageo hat einen dramatischen Rückgang erlebt und ist von fast 90 Milliarden Pfund Marktkapitalisierung auf weniger als die Hälfte gefallen, was größtenteils auf eine Kombination aus externen Druckfaktoren wie Inflation und interner Fehlverwaltung, insbesondere in der Bestandskontrolle, zurückzuführen ist.
Das Unternehmen verzeichnete während der Pandemie einen Anstieg der Verkäufe, doch dieses Wachstum hat sich inzwischen umgekehrt, was zu einer Gewinnwarnung im November 2023 führte. Der Abgang der ehemaligen CEO Debra Crew und die Ernennung des Sanierungsspezialisten Dave Lewis signalisieren einen Strategiewechsel.
Lewis, bekannt für seine entschlossenen Kostensenkungsmaßnahmen aus seiner Zeit bei Unilever und Tesco, wird erwartet, dass er Pläne ankündigt, die möglicherweise weitere Veräußerungen und einen Fokus auf Preisstrategien zur Gewinnung einer breiteren Kundenbasis umfassen.
Er hat angedeutet, dass frühere Strategien unter Crew einige Verbraucher entfremdet haben könnten, und er beabsichtigt, dies durch eine selektive Neupositionierung der Preise anzugehen. Darüber hinaus sieht Lewis Potenzial in der Erweiterung von Produktkategorien wie Fertigcocktails und in Investitionen in etablierte Marken wie Guinness.
Das Ergebnis dieser Strategien ist entscheidend, nicht nur für die Aktionäre von Diageo, sondern auch für die breitere britische Wirtschaft, da das Unternehmen eine bedeutende Rolle im Export von Lebensmitteln und Getränken spielt.