Chinas Fertigungsaktivität wächst im Juni, angetrieben von der Nachfrage nach Hochtechnologie trotz schwacher inländischer Bedingungen

Im Juni stieg der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) Chinas von 50,0 im Mai auf 50,3 und übertraf damit die Erwartungen der Ökonomen von 50,1, was auf eine Rückkehr zur Expansion hinweist.

Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch die gestiegene Nachfrage nach KI-Technologie angetrieben, die half, die negativen Auswirkungen der schwachen inländischen Nachfrage und der anhaltenden Probleme im Immobiliensektor auszugleichen. Die Teilindizes für Produktion und neue Aufträge verbesserten sich ebenfalls und erreichten 51,4 bzw. 51,2.

Bemerkenswert ist, dass die neuen Exportaufträge auf 50,1 zurückgingen, was auf eine Erholung der Nachfrage aus dem Ausland hinweist, unterstützt durch die Entspannung der Spannungen im Nahen Osten. Die Hochtechnologiefertigung übertraf den gesamten Sektor, wobei ihr PMI auf 53,5 stieg, während die Produktion von Konsumgütern bei 50,2 zurückblieb.

Julian Evans-Pritchard von Capital Economics hob hervor, dass die externe Nachfrage und technologiebezogene KI die Haupttreiber des Wachstums waren, obwohl die Dienstleistungen im Immobilienbereich weiterhin Schwierigkeiten hatten. Der nicht-fertigungsspezifische PMI stieg leicht auf 50,2, aber die Bautätigkeit blieb im Rückgang.

Das China Beige Book berichtete von Anzeichen einer Erholung in der Fertigung und im Einzelhandel nach zwei Monaten schwachen Wachstums. Die Exporte wurden durch die beschleunigten Lieferungen von US-Importeuren nach einem positiven Treffen zwischen Präsident Trump und dem chinesischen Führer Xi Jinping gestärkt.

Dennoch bestehen inländische Herausforderungen, da die Einzelhandelsumsätze zurückgingen und die Preise für neue Wohnungen schneller fielen, was auf anhaltenden Druck durch den Immobilienrückgang hinweist.

Die Bank of America hob ihre Prognose für das Exportwachstum auf 15 % für das Jahr an und verwies auf starke KI-Investitionen und die globale Nachfrage nach erneuerbaren Energien und Elektrofahrzeugen. Trotz des widerstandsfähigen Angebots könnte die gedämpfte inländische Nachfrage im zweiten Halbjahr einen abwärts gerichteten Druck auf die Inflation ausüben.

Ökonomen erwarten kurzfristig keine signifikanten Konjunkturmaßnahmen, obwohl Goldman Sachs prognostiziert, dass steigende fiskalische Druck zu einer erhöhten Staatsverschuldung und potenziellen Erleichterungen führen könnte, falls das BIP-Wachstum enttäuscht.

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