Goldman Sachs hat einen Wandel in der Anlegerstimmung hinsichtlich der Ratings von Unternehmensanleihen hervorgehoben und festgestellt, dass während traditionell höher bewertete Kategorien wie AA und BB die Emission von Anleihen dominiert haben, ihre längeren Laufzeiten und dünneren Spreads sie anfälliger für steigende Zinssätze machen.
Die Firma beobachtete, dass niedrigere bewertete Anleihen, insbesondere BBB-bewertete Anleihen, besser abschneiden als höher bewertete Pendants, was einen strategischen Kurswechsel zur Folge hat.
Goldman bevorzugt nun BBB-Anleihen im US-Investment-Grade-Markt und verfolgt einen aggressiveren Ansatz gegenüber niedriger bewerteten B-Anleihen im europäischen Investment-Grade-Markt, da ein Anstieg des KI-bezogenen Angebots erwartet wird.
Allerdings hat die Bank ihre Prognose für CCC-bewertete Anleihen auf untergewichtet herabgestuft und betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Kreditselektion aufgrund der idiosynkratischen Natur dieser Gruppe.