Die Digital Planet-Initiative der Tufts University hat eine Studie veröffentlicht, die die sich entwickelnden Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt, insbesondere in den nächsten drei bis fünf Jahren, hervorhebt.
Die Studie bewertet 784 US-Berufe nach ihrer Anfälligkeit für KI und zeigt, dass Berufe in Hochtechnologiebereichen, einschließlich Schriftstellern, Computerprogrammierern und Webdesignern, erheblichen Risiken ausgesetzt sind, wobei 57 % der Schriftsteller und Autoren sowie 55 % der Programmierer als besonders verletzlich identifiziert wurden.
Professor Bhaskar Chakravorti von Tufts betont ein Paradoxon, bei dem die Unterstützung durch KI bei der Arbeitsleistung dazu führen kann, dass Arbeitnehmer in diesen Rollen entbehrlich werden.
Die Studie stellt auch fest, dass jüngere Arbeitnehmer im Alter von 22 bis 25 Jahren in von KI betroffenen Rollen einen Rückgang der Beschäftigung um 16 % verzeichnet haben, während ältere Arbeitnehmer stabil geblieben sind, was darauf hindeutet, dass KI das formale Wissen jüngerer Mitarbeiter ersetzen könnte, während sie die Erfahrung älterer Arbeitnehmer ergänzt.
Erik Brynjolfsson vom Stanford Digital Economy Lab unterstützt diese Sichtweise und weist darauf hin, dass die Auswirkungen von KI mehr mit der Umgestaltung von Aufgaben als mit der Eliminierung ganzer Berufsgruppen zu tun haben. Die Forschung legt nahe, dass während einige Berufe gefährdet sein könnten, andere durch die Unterstützung von KI eine gesteigerte Produktivität erfahren könnten.
Beispielsweise könnten Gesundheitsfachkräfte eher eine Ergänzung als eine Verdrängung erfahren, was es ihnen ermöglicht, effizienter mehr Patienten zu betreuen.
Insgesamt zeigen die Studien, dass während KI die Nachfrage nach bestimmten Rollen verringern wird, sie auch die Produktivität in anderen Bereichen steigern wird, was die Bedeutung strategischer Entscheidungen von Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern bei der Bewältigung dieses Übergangs hervorhebt.