ASMLs CFO Roger Dassen wies darauf hin, dass trotz eines Rückgangs der Verkäufe aus China im Vergleich zu den Vorjahren das Land voraussichtlich etwa 20 % von ASMLs Umsatz im Jahr 2026 beitragen wird.
Dies geschieht vor dem Hintergrund steigender politischer Spannungen und Forderungen von US-Gesetzgebern nach strengeren Exportkontrollen für Chipfertigungsgeräte, die ASMLs Fähigkeit beeinträchtigen könnten, selbst weniger fortschrittliche Maschinen nach China zu verkaufen.
In der ersten Hälfte des Jahres 2026 erzielte ASML etwa 2,9 Milliarden Euro (3,3 Milliarden Dollar) aus Verkäufen in China, was es zur drittgrößten Einnahmequelle des Unternehmens macht, nur hinter Südkorea und Taiwan.
Die Nachfrage nach ASMLs Maschinen in China wird hauptsächlich durch das Logic-Geschäft angetrieben, das der inländischen Nachfrage dient, und wird voraussichtlich wachsen, da die Ausgaben für Halbleiter in China in den nächsten zwei Jahren um etwa 10 % jährlich steigen.
Allerdings könnte das vorgeschlagene US-MATCH-Gesetz ASMLs Geschäftstätigkeit in China erheblich einschränken und möglicherweise den Verkauf von DUV-Lithografiemaschinen verbieten, was sich erheblich auf ASMLs Auftragsbuch auswirken würde.
Die starke globale Nachfrage des Unternehmens, insbesondere im KI-Sektor, steht im Kontrast zu den geopolitischen Herausforderungen, denen es gegenübersteht, was die Zukunft im chinesischen Markt unsicher macht.