In der vergangenen Woche erreichte die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihe 5,31 %, den höchsten Stand seit 2007, während die 10-jährige Anleihe 4,7 % überschritt. Dieser Anstieg der Renditen, der sich umgekehrt auf die Anleihepreise auswirkt, führte zu einem Verkaufsdruck bei langfristigen Anleihen.
In Reaktion darauf kündigte das Finanzministerium Pläne an, seine Anleihekäufe mehr als zu verdoppeln, wobei der Fokus auf dem langen Ende der Zinskurve lag, was dem Markt für festverzinsliche Wertpapiere vorübergehende Erleichterung verschaffte.
Analysten wie Paul Olmsted von Morningstar führen die steigenden Renditen auf Faktoren wie die nationale Schuldenlast von 40 Billionen Dollar, die erhöhte Emission von Unternehmensanleihen für Investitionen in KI und anhaltende Inflationssorgen zurück. Trotz der Volatilität bleiben Chancen bestehen, insbesondere im mittleren Bereich der Zinskurve.
Brad Collins von Vanguard schlägt vor, sich auf Anleihen mit Laufzeiten von ein bis zehn Jahren zu konzentrieren und betont die Bedeutung von qualitativ hochwertigem Carry. Er stellte auch fest, dass aktive Manager nach Möglichkeiten im Bereich festverzinslicher Wertpapiere in Sektoren wie Banken, Hypotheken und asset-backed securities suchen.
Darüber hinaus empfiehlt Donald Calcagni von Mercer Advisors, in nicht-amerikanische Schulden zu diversifizieren, um sich gegen mögliche Rückgänge des Wertes des US-Dollars abzusichern.
Für einkommensorientierte Investoren können Strategien wie die ertragsorientierte Anlage helfen, höhere Renditen für zukünftige Liquiditätsbedarfe zu sichern, was das aktuelle Umfeld für diejenigen, die Einkommensströme sichern möchten, günstig macht.