Die Analysten von J.P. Morgan haben zwei strategische Wege für Midea, ein in Hongkong gelistetes Haushaltsgeräteunternehmen, skizziert: entweder sich zu einem industriellen Riesen wie Siemens zu entwickeln, was möglicherweise eine Verdopplung der Marktkapitalisierung bis 2030 zur Folge hätte, oder einem langsameren Wachstumspfad ähnlich wie Panasonic zu folgen, mit nur einem Anstieg von 25%.
Die Aktien von Midea sind in diesem Jahr um über 7% gestiegen, im Gegensatz zu einem Rückgang des Hang Seng Index. Die Analysten haben die Coverage der Shenzhen-Aktien von Midea mit einer Übergewichtung und einem Kursziel von 105 Yuan (15,50 $) aufgenommen, was eine Aufwärtsbewegung von über 20% im Vergleich zu den aktuellen Preisen nahelegt.
Um das Ziel zu erreichen, ein industrielles Kraftwerk zu werden, muss Midea sich darauf konzentrieren, ein führendes Unternehmen im Bereich kommerzielle HVAC-Systeme zu werden, den Marktanteil seiner deutschen Tochtergesellschaft Kuka in der Fabrikautomatisierung zu erhöhen und eine neue Geschäftseinheit zu entwickeln, die bis 2030 mindestens 20 Milliarden Yuan Umsatz generiert.
Derzeit stammen über 40% des Umsatzes von Midea aus internationalen Märkten, und der Umsatz im Bereich kommerzielle Lösungen wuchs 2025 um 17,5%.
Die Analysten betonten die Bedeutung, dass Midea seine Stärken angesichts zunehmender Konkurrenz nutzt, und wiesen darauf hin, dass die jüngsten Initiativen des Unternehmens in der Fabrikautomatisierung und Nachhaltigkeit Anerkennung vom Weltwirtschaftsforum erhalten haben.
Der strategische Wandel von Midea könnte breitere Auswirkungen auf die globale Industrie haben, insbesondere da ausländische Wettbewerber mit steigenden Ineffizienzen in der Lieferkette konfrontiert sind, was sie möglicherweise dazu zwingt, die Preise schneller zu erhöhen als ihre chinesischen Konkurrenten.