Privatanleger zeigen einen selektiven Ansatz im Sektor der künstlichen Intelligenz und nutzen zunehmend Put-Optionen sowie inverse ETFs, um sich gegen potenzielle Verluste abzusichern, während sie weiterhin nach Wachstumschancen in einzelnen Technologiewerten suchen.
Laut Kaidi Meng, globaler Aktienstratege bei Vanda Research, spiegelt der Trend einen signifikanten Wandel im Vergleich zu den Vorjahren wider, als Privatanleger große Rückgänge ohne Zögern kauften. Seit April hat sich der Kauf von Put-Optionen für die 12 beliebtesten Aktien bei Privatanlegern nahezu verdoppelt und erreicht 110 % des Nettokaufs, trotz eines allgemeinen Rückgangs der Aktienkäufe.
Dies deutet darauf hin, dass Anleger risikoscheuer werden und Schutzmaßnahmen ergreifen, während sie ihre Long-Positionen reduzieren.
Daten von Charles Schwab zeigen jedoch, dass viele Privatanleger weiterhin Aktien kaufen, wobei der Schwab Trading Activity Index den höchsten Stand seit Januar 2022 erreicht hat, was darauf hindeutet, dass unter einigen Anlegern weiterhin eine optimistische Stimmung herrscht.
Bemerkenswert ist, dass, obwohl der Kauf von Puts zunimmt, dies nicht dramatisch ist, da Anleger auch Puts verkaufen und Calls kaufen, um sich auf potenzielle Aufwärtsbewegungen zu positionieren. Der Einsatz von inversen und gehebelten ETFs nimmt ebenfalls zu, da sie sowohl Absicherungsmöglichkeiten bieten als auch eine Möglichkeit für Händler darstellen, auf Marktbewegungen zu setzen.
Insgesamt spiegelt dieser vorsichtige, aber strategische Ansatz eine ausgeklügeltere Risikomanagementstrategie unter Privatanlegern wider, während sie sich an die sich ändernden Marktbedingungen anpassen.