Am Freitag fielen die Ölpreise, wobei Brent-Rohöl um 3,58 % auf 103,78 USD pro Barrel und West Texas Intermediate (WTI) um 2,17 % auf 99,23 USD pro Barrel nachgaben.
Trotz dieses Rückgangs sind beide Benchmarks auf dem Weg, die Woche mit erheblichen Gewinnen von etwa 8,4 % für Brent und 9,2 % für WTI abzuschließen, was das erste Mal markiert, dass Brent seit Mitte Mai die 100 USD-Marke überschreitet. Der Rückgang unterbricht einen starken Aufwärtstrend, da Brent fünf aufeinanderfolgende Tage mit Gewinnen und WTI acht Tage verzeichnete.
Der Markt reagiert auf erhöhte geopolitische Spannungen, insbesondere im Hinblick auf den laufenden Konflikt im Iran und dessen potenzielle Auswirkungen auf die Ölversorgung. Analysten, darunter Jim Reid von der Deutschen Bank, betonen, dass Ängste um die Sicherheit von Schifffahrtsrouten und saudischen Ölexporten die Preise beeinflussen.
Tamas Varga von PVM Oil Associates äußerte Bedenken, ob das aktuelle Angebotsdefizit ein vorübergehendes Problem oder eine dauerhaftere Verschiebung ist. Er stellte fest, dass, während weitere Preiserhöhungen möglich sind, die Nachfrage nach Öl sinken könnte, wenn die Preise steigen, insbesondere mit der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energiequellen.
Varga schlug vor, dass die Lücke zwischen Ölangebot und -nachfrage letztendlich entweder durch erhöhtes Angebot oder reduzierte Nachfrage verringert wird, warnte jedoch, dass jegliche Preistärke möglicherweise nicht über 2026 hinaus nachhaltig sein könnte.