Am Freitag stiegen die Renditen von Staatsanleihen, wobei die Rendite der deutschen 10-jährigen Anleihe zum ersten Mal seit April 2011 3,5 % überschritt, während die Rendite der US 10-jährigen Anleihe 4,9 % überstieg und damit ein Drei-Jahres-Hoch markierte.
Dieser Anstieg der Renditen spiegelt die Besorgnis der Investoren über steigende Energiekosten und das Potenzial für Stagflation wider, die durch niedriges Wachstum und hohe Inflation gekennzeichnet ist.
Analysten der Deutschen Bank hoben verschiedene Bedenken hervor, darunter Störungen im Schiffsverkehr in wichtigen Wasserwegen und eine Reduzierung der Ölproduktion in Saudi-Arabien, die zu Ängsten vor anhaltend hoher Inflation beitragen. Darüber hinaus kompliziert die jüngste geldpolitische Haltung der Europäischen Zentralbank in Bezug auf die Zinssätze die Aussichten weiter.
Die Ölpreise, obwohl sie leicht nachgaben, bleiben hoch, mit Brent-Rohöl-Futures bei etwa 105,4 $ pro Barrel. Die geopolitische Lage, insbesondere Kommentare von Donald Trump zu Iran, deutet darauf hin, dass die Ölpreise in absehbarer Zeit hoch bleiben könnten.
Im Gegensatz dazu verzeichnete das Vereinigte Königreich einen leichten Rückgang der Kreditkosten nach besser als erwarteten Wirtschaftsdaten. Insgesamt passt sich der Markt an eine neue Realität an, in der die Energiepreise hoch bleiben könnten, was verschiedene Anlageklassen und die Stimmung der Investoren beeinflusst.