Am Samstagmorgen wurden rund 1.000 Mitglieder der Gewerkschaft Safe ausgesperrt, als Reaktion auf einen laufenden Streik, der am 15. Juni aufgrund gescheiterter Lohnverhandlungen begann.
Diese Aussperrung betrifft große Unternehmen der Ölservicebranche, darunter SLB, Halliburton und Baker Hughes, und wird voraussichtlich die Öl- und Gasproduktion Norwegens um etwa 12.000 Barrel Öläquivalent pro Tag in der nächsten Woche reduzieren. Die Situation könnte sich verschärfen, mit potenziellen Produktionsverlusten von über 120.000 boepd, wenn der Streik über Mitte Juli hinaus andauert.
Die norwegische Regierung hat die Befugnis, in Arbeitskonflikte einzugreifen, die als schädlich für die Wirtschaft angesehen werden, aber Arbeitsministerin Kjersti Stenseng deutete an, dass ein solches Eingreifen das letzte Mittel wäre.
Norwegen spielt eine entscheidende Rolle als führender Lieferant von Pipelinegas in Europa und produziert etwa 2 % des globalen Öls, was die Bedeutung einer schnellen Lösung dieses Arbeitskonflikts zur Aufrechterhaltung der Stabilität der Energieversorgung unterstreicht.