Experten warnen vor Trumps Vorschlag, den MMR-Impfstoff in separate Impfungen aufzuteilen

08/11/2026, 10:38 AM business research GSK Merck

Präsident Donald Trumps kürzlich erlassene Exekutivverordnung zielt darauf ab, den Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) in drei separate Impfungen aufzuteilen. Gesundheitsexperten haben diesen Schritt jedoch kritisiert und erklärt, dass er auf unbegründeten Behauptungen basiert und zu logistischen Herausforderungen führen könnte, die möglicherweise zu mehr versäumten Impfungen führen.

Dr. Andrew Racine, Präsident der American Academy of Pediatrics, wies darauf hin, dass die USA die höchste Zahl an Masernfällen seit Jahrzehnten verzeichnen, was teilweise auf einen Rückgang der Bereitschaft der Eltern zurückzuführen ist, ihre Kinder impfen zu lassen.

Etwa 9 % der Eltern verzögern bereits die MMR-Impfung oder lassen sie ganz aus, was sich verschlimmern könnte, wenn Trumps Vorschlag an Unterstützung gewinnt.

Experten wie Neil Maniar von der Northeastern University und William Moss von der Johns Hopkins University betonen, dass die Trennung des Impfstoffs bestehende Probleme nicht lösen, sondern neue schaffen würde, was den Zugang komplizieren und die Anzahl der erforderlichen Dosen erhöhen würde.

Impfstoffhersteller, darunter Merck und GSK, haben wenig Anreiz, eigenständige Impfstoffe zu entwickeln, da dies Ressourcen von anderen wichtigen Gesundheitsinitiativen abziehen würde. Insgesamt könnte dieser Vorschlag das öffentliche Vertrauen in den MMR-Impfstoff untergraben und die Bemühungen zur Bekämpfung des anhaltenden Masernausbruchs behindern.

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