Japans Yen-Intervention steigert Carry-Trade-Möglichkeiten für Investoren

08/20/2026, 05:36 PM review finance

Nach Japans Intervention zur Stärkung des Yen haben Investoren ihre Käufe von ausländischen Aktien und langfristigen Anleihen erheblich erhöht und in nur zwei Wochen netto über 5 Billionen Yen gekauft. Dieser Wandel zeigt, dass Investoren die vorübergehende Stärke des Yen nutzen, um ausländische Vermögenswerte zu besseren Kursen zu erwerben.

Jesper Koll von der Monex Group bemerkte, dass die Intervention den Carry-Trade effektiv 'turbo aufgeladen' hat, da die niedrigen Kreditkosten in Japan weiterhin Investitionen in höherverzinsliche ausländische Vermögenswerte anreizen.

Trotz des anfänglichen Anstiegs des Yen von etwa 164 auf 155 pro Dollar hat er sich seitdem wieder auf etwa 159 abgeschwächt, was darauf hindeutet, dass die Intervention die zugrunde liegenden Probleme der niedrigen Zinssätze Japans und der erheblichen Rendite-Differenz zu den USA, die bei etwa 1,8 Prozentpunkten lag, nicht gelöst hat.

Analysten wie Francis Tan von Indosuez Wealth Management argumentieren, dass die Intervention nur ein Symptom und nicht die Ursache der Schwäche des Yen angesprochen hat. Institutionelle Investoren bevorzugen weiterhin Carry-Trades, verkaufen Yen, um in höherverzinsliche Währungen zu investieren, insbesondere gegenüber dem australischen Dollar.

Darüber hinaus stellen einige Devisenhändler bärische Positionen auf den Yen wieder her und erwarten eine weitere Schwäche. Insgesamt, während spekulative Short-Positionen gegen den Yen abgenommen haben, bestehen die fundamentalen Druckfaktoren durch die niedrigen Zinssätze Japans fort, was die Währung unter Druck hält und die Attraktivität von Carry-Trades aufrechterhält.

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