Während Vorhersagemärkte an Bedeutung gewinnen, sind Händler bezüglich der steuerlichen Auswirkungen ihrer Gewinne im Unklaren. Die IRS hat keine Klarheit darüber geschaffen, ob diese Einnahmen als Glücksspielgewinne, Kapitalgewinne oder im Rahmen von Section 1256-Verträgen klassifiziert werden sollten.
Diese Unklarheit ist besorgniserregend für die Nutzer, wie Ryan Schutz, ein ehemaliger IRS-Sonderermittler, hervorhob, der auf die widersprüchlichen Leitlinien hinwies.
Steuerexperten schlagen vor, dass die Behandlung von Gewinnen erhebliche Auswirkungen auf die Steuerverpflichtungen haben könnte, wobei Kapitalgewinne und Section 1256 potenziell günstigere Steuersätze im Vergleich zu Glücksspielgewinnen bieten.
Beispielsweise können Steuerpflichtige unter der Behandlung von Kapitalgewinnen ordentliche Einkünfte mit realisierten Verlusten bis zu 3.000 USD ausgleichen, während Section 1256-Verträge eine 60/40-Aufteilung bei der Besteuerung ermöglichen, was im Allgemeinen vorteilhafter ist.
Die Einführung von perpetual futures durch Kalshi kompliziert die Angelegenheit weiter, da diese möglicherweise nicht klar in bestehende Steuerkategorien passen. Darüber hinaus betrachten die Bundesstaaten Vorhersagemärkte zunehmend als Glücksspiel, was zu höheren Steuern und regulatorischer Kontrolle führen könnte.
Die Commodity Futures Trading Commission beansprucht die Zuständigkeit über diese Märkte, was eine weitere Komplexitätsebene hinzufügt. Während die Bundesstaaten eigene Gesetze erlassen, steigt das Potenzial für widersprüchliche Vorschriften, was es den Händlern erschwert, ihre Steuerverpflichtungen zu navigieren.
Experten fordern eindeutige Leitlinien der IRS, um diese Fragen zu klären, da die derzeitige Unsicherheit das Wachstum der Vorhersagemärkte behindern könnte.