Im Juni stieg der Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich um 3,5 %, nach 4,2 % im Mai, was den ersten jährlichen Rückgang seit Januar markiert. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich durch einen signifikanten Rückgang der Energiepreise verursacht, wobei die Benzinpreise um etwa 10 % fielen und die Rohölpreise von über 90 $ auf etwa 73 $ pro Barrel sanken.
Ökonomen, darunter Mark Zandi von Moody's, schlagen vor, dass, obwohl das Schlimmste für die Inflation möglicherweise vorbei ist, das Potenzial für erneute Konflikte im Nahen Osten ein Risiko für zukünftige inflationäre Drucke darstellt.
Goldman Sachs wies darauf hin, dass eine ernsthafte Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu steigender Inflation und höheren Zinssätzen führen könnte. Der monatliche Rückgang des VPI um 0,4 % im Juni war der größte seit April 2020, wobei Energie der Hauptbeitrag zu diesem Rückgang war.
Andere Kategorien wie Unterkunft und Lebensmittel verzeichneten jedoch Preiserhöhungen, was auf gemischte Trends innerhalb des VPI hinweist.
Trotz der jüngsten Atempause bei der Inflation glauben Analysten wie Tom Porcelli von Wells Fargo, dass, sofern keine erneuten geopolitischen Spannungen auftreten, die Inflation wahrscheinlich weiterhin moderat bleiben wird, was die Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs der Zinssätze durch die Federal Reserve in naher Zukunft verringert.