Goldman Sachs hat analysiert, wie Unternehmen künstliche Intelligenz nutzen können, um die Produktivität zu steigern, und dabei den Zusammenhang zwischen Arbeitskosten und KI-Exposition in den Fokus gerückt.
Ihre Forschung zeigt, dass der KI-Boom seit der Einführung von ChatGPT im November 2022 andauert, die realen finanziellen Vorteile auf Unternehmensebene jedoch noch nicht realisiert wurden, da die meisten Investitionen weiterhin in den Aufbau von Infrastruktur fließen.
Die Firma hat eine Liste von Unternehmen innerhalb des Russell 1000 zusammengestellt, die voraussichtlich von zukünftigen Produktivitätssteigerungen profitieren werden, darunter CoStar Group, Dollar Tree und eBay, insbesondere in Sektoren wie Software, Finanzen und Biotechnologie.
Goldmans leitender US-Aktienstratege, Ben Snider, bemerkte, dass der jüngste Anstieg der Unternehmensausgaben für KI darauf hindeutet, dass die Auswirkungen auf die Gewinne in naher Zukunft klarer werden. Trotz einer vorsichtigen Anlegerstimmung gegenüber der Implementierung von KI haben einige Unternehmen, wie Doximity, bereits überraschende Produktivitätsgewinne gemeldet.
Die Ökonomen von Goldman Sachs prognostizieren, dass KI das Produktivitätswachstum im nächsten Jahrzehnt um 1,5 Prozentpunkte steigern könnte, während andere Schätzungen variieren, wobei McKinsey vorschlägt, dass die Gewinne bis 2040 3,4 Prozentpunkte erreichen könnten.
Bedenken hinsichtlich einer möglichen Monopolisierung von KI-Tools könnten jedoch die breitere Akzeptanz bei kleineren Unternehmen behindern, wie der MIT-Ökonom Daron Acemoglu hervorhebt.