Das Berufungsgericht der Vereinigten Staaten für den Bezirk Columbia hat einstimmig entschieden, dass das Energieministerium (DOE) seine Befugnisse überschritten hat, indem es das Kohlekraftwerk in Michigan anordnete, über die geplante Schließung im Jahr 2025 hinaus in Betrieb zu bleiben.
Dieses Urteil ist bedeutend, da es die umfassendere Strategie der Administration in Frage stellt, die kohlebetriebene Stromerzeugung aufrechtzuerhalten, die aufgrund ihrer Umweltauswirkungen, insbesondere ihres Beitrags zu den Kohlenstoffdioxidemissionen, unter Beobachtung steht.
Das DOE hatte zuvor Notfallbefugnisse gemäß dem Federal Power Act in Anspruch genommen, um mehrere alternde Kohlekraftwerke, darunter solche in Michigan, Indiana, Washington und Colorado, am Laufen zu halten.
Das Büro des Generalstaatsanwalts von Michigan berichtete, dass der fortgesetzte Betrieb des Consumers Energy-Kraftwerks unter dem Notfallbefehl das Versorgungsunternehmen von Mai 2025 bis Juni 2026 295 Millionen Dollar gekostet hat.
Nach dem Urteil prüft Consumers Energy seine Optionen, während es weiterhin einem aktuellen DOE-Befehl nachkommt, der den vorübergehenden Betrieb des Campbell-Kraftwerks erlaubt.
Umweltbefürworter wie Michael Lenoff von Earthjustice argumentieren, dass das DOE seine Notfallbefugnisse für tatsächliche Krisen reservieren sollte, anstatt eine kohlefreundliche Agenda zu unterstützen, und betonen die Notwendigkeit eines marktorientierten Ansatzes zur Energieerzeugung.