Während der Sektor der künstlichen Intelligenz weiter wächst, sehen sich große Technologieunternehmen aufgrund steigender Ausgaben mit beispiellosen Cashflow-Problemen konfrontiert. Goldman Sachs prognostiziert, dass die KI-Ausgaben der größten Technologieunternehmen bis 2026 765 Milliarden Dollar erreichen und bis 2027 nahezu 1,2 Billionen Dollar betragen werden.
Amazon hat seine Prognose für die Investitionsausgaben auf 220 Milliarden Dollar erhöht und gleichzeitig einen negativen freien Cashflow von 7,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr gemeldet. Ähnlich hat Alphabet seinen ersten negativen Cashflow erlebt, eine signifikante Veränderung für ein Unternehmen, das für seine Rentabilität bekannt ist.
Die steigenden Kosten werden größtenteils auf einen Mangel an Speicherchips zurückgeführt, der durch die hohe Nachfrage nach KI-Prozessoren verursacht wird. Teslas CEO Elon Musk beschrieb die Speicherpreise als 'verrückt', und Amazons CEO Andy Jassy stellte fest, dass die erhöhten Preise für Speicherchips ihre Prognose für die Investitionsausgaben beeinflusst haben.
Apple, das weniger als seine Mitbewerber ausgibt, spürt ebenfalls den Druck, was zu Preiserhöhungen bei seinen Produkten und einer schwächeren als erwarteten Prognose aufgrund von Lieferengpässen führt.
Die Reaktionen der Investoren waren gemischt; während Microsoft eine positive Marktreaktion nach besseren als erwarteten Ergebnissen verzeichnete, fielen die Aktien von Tesla und Alphabet aufgrund negativer Cashflow-Berichte.
Die allgemeine Stimmung spiegelt Skepsis darüber wider, ob die massiven Investitionen in KI zufriedenstellende Renditen bringen werden, insbesondere da der Wettbewerb durch chinesische KI-Labore zunimmt.
Analysten überprüfen zunehmend die Ausgaben dieser Unternehmen und weisen darauf hin, dass der zukünftige Erfolg ihrer KI-Initiativen möglicherweise davon abhängt, ob sie akzeptable Renditen aus diesen hohen Investitionen erzielen können.