Während die Wall Street die erste volle Woche im Juli beginnt, liegt der Fokus auf den Zinssätzen nach dem jüngsten Treffen der Federal Reserve, das zu steigenden Renditen geführt hat und die Aktienperformance beeinflusste.
Der Dow Jones Industrial Average erreichte ein Rekordhoch und stieg in der Woche um 1,3 %, während der S&P 500 und der Nasdaq ebenfalls Gewinne von 1,2 % bzw. 1,6 % verzeichneten. Bemerkenswert ist, dass der S&P 500 und der Nasdaq ihre größten vierteljährlichen Gewinne seit 2020 erzielten, und der Russell 2000 erlebte die beste erste Jahreshälfte seit 1991.
Investoren hinterfragen nun das Potenzial für weitere Marktzuwächse, insbesondere unter der neuen Führung der Fed. Die erste Sitzung von Vorsitzendem Kevin Warsh führte zu stabilen Zinssätzen trotz äußerer Druckfaktoren, und er erkannte an, dass Inflation ein Anliegen bleibt.
Aktuelle Markterwartungen deuten auf eine 80%ige Wahrscheinlichkeit hin, dass die Zinssätze in der bevorstehenden Sitzung unverändert bleiben.
Die Veröffentlichung schwächer als erwarteter Arbeitsmarktdaten, mit nur 57.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen im Juni im Vergleich zu einer Prognose von 115.000, führte zunächst zu einem Anstieg der Aktien, da sie auf eine mögliche Pause bei Zinserhöhungen hindeutete. Allerdings standen Halbleiteraktien unter Druck, was dazu führte, dass die Gewinne nicht gehalten werden konnten.
Analysten äußern Vorsicht und weisen darauf hin, dass, während erhebliche Gewinne erzielt wurden, das zukünftige Wachstum von starken Unternehmensgewinnen und Produktivitätsverbesserungen, die durch künstliche Intelligenz vorangetrieben werden, abhängen könnte.
Der durchschnittliche Wall Street-Strategist prognostiziert, dass der S&P 500 2026 bei 7.807 schließen wird, etwa 4 % höher als der Schlusskurs im zweiten Quartal. Zukünftige wirtschaftliche Indikatoren und Gewinnberichte von großen Unternehmen wie PepsiCo und Delta Air Lines werden genau beobachtet, um weitere Einblicke zu erhalten.