Goldman Sachs hat eine neue Phase in Chinas Exportstrategie identifiziert, insbesondere im Bereich der Hardware für künstliche Intelligenz, die bis 2030 Marktchancen zwischen 12 Milliarden und 212 Milliarden Dollar bieten könnte. Da die US-Beschränkungen für Hochtechnologieimporte aus China Unsicherheit schaffen, wenden sich viele chinesische Exporteure den Märkten in Europa und Südostasien zu.
Die Analysten betonen, dass in Sektoren wie der industriellen Automatisierung und Robotik die Umsetzung der Unternehmensstrategie entscheidend ist und oft über breitere wirtschaftliche Trends hinausgeht. Sie empfehlen insbesondere die in Hongkong gelistete Estun und die in Shenzhen gelistete Inovance als Schlüsselakteure.
Inovance wird für seinen strategischen Fokus auf Europa hervorgehoben, mit einem potenziellen Markt außerhalb Chinas, der bis 2030 von 163 Milliarden Dollar auf über das Dreifache anwachsen könnte. Goldman Sachs bewertet Inovance mit 'Kaufen' und setzt ein Kursziel von 92,90 Yuan (13,78 $), was ein Potenzial von über 50 % gegenüber dem aktuellen Handelskurs nahelegt.
Estun, das sich noch in den frühen Phasen der internationalen Expansion befindet, wird voraussichtlich seinen Marktanteil in Südostasien erheblich von 3 % auf etwa 10 % bis 2030 erhöhen, bei einem insgesamt adressierbaren Markt von 20 Milliarden Dollar. Goldman Sachs bleibt jedoch bei Estun neutral und setzt ein Kursziel von 11,80 Hongkong-Dollar (1,50 $).
Die bevorstehende World Robot Conference in Peking wird voraussichtlich Chinas Fortschritte in diesem Sektor weiter hervorheben.