Länder in ganz Europa kämpfen mit schweren Hitzewellen, Dürreperioden und Waldbränden, die zu einer Belastung der Infrastruktur geführt haben und Unternehmen zur Anpassung zwingen.
Eurostar bereitet sich auf zukünftige Hitze vor, indem es seine neue Flotte von Zügen mit Klimaanlagen ausstattet, die bei Temperaturen von bis zu 55 Grad Celsius betrieben werden können, was eine Abkehr vom ursprünglichen Design für 45 Grad darstellt.
In Norwegen haben extreme Hitze dazu geführt, dass die Asphalt-Temperaturen am Flughafen Oslo 52 Grad Celsius erreichen, was umfangreiche Kühlmaßnahmen erforderlich macht. In der Zwischenzeit hat der öffentliche Nahverkehr in Stockholm begonnen, Bahngleise weiß zu streichen, um hitzebedingte Störungen zu verhindern.
Die Situation ist ernst, da in Frankreich und Spanien über 330.000 Menschen aufgrund von Waldbränden evakuiert wurden, und Experten warnen, dass die Tage mit extremer Hitze in Mitteleuropa bis 2050 sich verdoppeln oder verdreifachen könnten.
Die Europäische Kommission plant die Einführung eines neuen Rahmens für Klimaanpassungsfähigkeit, der die Notwendigkeit von Politiken betont, die den sich verändernden Klimabedingungen Rechnung tragen. Versicherer erkennen ebenfalls die langfristigen Risiken, die durch extreme Hitze entstehen können, die zu Ausfällen von Geräten und betrieblichen Ineffizienzen führen können.
Lena Fuldauer von Allianz Risk Consulting hebt die Notwendigkeit von öffentlich-privaten Partnerschaften hervor, um diese Herausforderungen effektiv anzugehen.