Am Freitag beschloss die Bank of Japan (BOJ) mit 8 zu 1 Stimmen, den Leitzins bei 1% zu halten, und warnte, dass die zugrunde liegende Inflation ihr Ziel von 2% überschreiten könnte. Diese Entscheidung fällt inmitten von Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung aufgrund steigender Anleiherenditen und eines abwertenden Yen, der kürzlich bei etwa 163 zum Dollar gehandelt wurde.
BOJ-Beamte haben angedeutet, dass sie eine schnellere Zinserhöhung als die Markterwartung von einer Erhöhung alle sechs Monate in Betracht ziehen könnten. Die Rendite der 10-jährigen japanischen Staatsanleihe bleibt mit etwa 2,8% hoch, trotz einer leichten Abschwächung von mehrjährigen Höchstständen.
Analysten konzentrieren sich besonders auf die bevorstehenden Mitteilungen von BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda, da diese voraussichtlich die Markterwartungen hinsichtlich zukünftiger Zinssatzanpassungen beeinflussen werden.
Bemerkenswert ist, dass BOJ-Vorstandsmitglied Naoki Tamura Bedenken geäußert hat, dass die zugrunde liegende Inflation das Ziel erreicht hat und nach oben abweichen könnte, insbesondere wenn staatliche Subventionen wegfallen.
Die Kerninflation Japans für Juli wurde mit 1,6% gemeldet und blieb für den Großteil des Jahres 2026 unter der 2%-Schwelle, aber die Zentralbank überwacht die Situation genau, da die importierte Inflation durch den schwachen Yen betroffen sein könnte.