In den letzten Tagen haben Investoren begonnen, eine höhere Wahrscheinlichkeit für Inflation einzuplanen, was sich in dem Anstieg der Breakeven-Raten für Staatsanleihen zeigt.
Diese Raten, die die Inflationserwartungen messen, erreichten ihre höchsten Werte seit über zwei Monaten, wobei die 10-jährige Breakeven-Rate auf 2,34% und die fünfjährigen Breakevens ebenfalls ähnliche Höchststände erreichten.
Dieser Anstieg folgt auf die Ankündigung des Finanzministeriums, seinen typischen Rückkauf von 2 Milliarden Dollar zu verdoppeln, eine Maßnahme, die darauf abzielt, die Marktliquidität für längerfristige Schulden zu verbessern.
Trotz der Behauptung von Finanzminister Scott Bessent, dass diese Maßnahme nicht darauf abzielte, die Renditen zu senken, fiel sie mit einer Phase zusammen, in der die Renditen langfristiger Staatsanleihen bereits Niveaus erreicht hatten, die seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr gesehen wurden.
Der Marktstratege Van Hesser bemerkte, dass die aktuelle Umgebung von Sorgen geprägt ist, insbesondere hinsichtlich der Inflation, die das Handelsverhalten beeinflusst. Nach der Ankündigung des Rückkaufs fielen die Renditen langfristiger Staatsanleihen zunächst, erholten sich jedoch wieder, wobei die 10-jährige Rendite auf 4,73% und die 30-jährige Rendite auf 5,27% stieg.
Der Anstieg der Renditen wird auf Inflationsängste, Konkurrenz durch höherverzinsliche ausländische Schulden und einen Anstieg der Emissionen von Unternehmen, die in künstliche Intelligenz investieren, zurückgeführt. Darüber hinaus schwächte sich der US-Dollar, was potenzielle Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik der Federal Reserve widerspiegelt.
Die bevorstehende Rede von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh beim Jackson Hole-Symposium wird als entscheidend angesehen, da seine Haltung zur Inflation die Marktstimmung weiter beeinflussen könnte. Während einige Analysten die jüngsten Renditeanstiege als beherrschbar betrachten, äußern andere Bedenken, dass sie die Stabilität untergraben könnten, die das Finanzministerium anstrebt.