Präsident Donald Trump hat ein vorgeschlagenes ziviles Atomenergieabkommen mit Saudi-Arabien beim Kongress eingereicht, was einen obligatorischen Überprüfungszeitraum von 90 Tagen einleitet.
Dieses Abkommen, das mit dem Atomic Energy Act übereinstimmt, würde es US-Unternehmen ermöglichen, zivile Atomtechnologie nach Saudi-Arabien zu exportieren und umfasst den Bau von AP1000-Reaktoren, ein Projekt im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar, das Westinghouse zugutekommen würde. Der Fortschritt des Abkommens hängt jedoch davon ab, dass Saudi-Arabien den Abraham Accords beitritt.
Kritiker, darunter einige demokratische Gesetzgeber und Befürworter der Nichtverbreitung, haben Bedenken hinsichtlich des Fehlens eines dauerhaften Verbots der Urananreicherung und der möglichen Schwächung der Kontrollen gegen die militärische Nutzung von Atomtechnologie geäußert.
Matthew Kroenig vom Atlantic Council äußerte, dass die Machbarkeitsstudie für eine von den USA betriebene Anreicherungsanlage idealerweise dazu führen sollte, dass Saudi-Arabien auf importierte Brennstoffkreislaufdienste angewiesen ist, anstatt eigene Fähigkeiten zu entwickeln.
Das Abkommen kommt auch zu einem Zeitpunkt, an dem die globale nukleare Ordnung unter Druck steht, was Ängste vor erhöhten Proliferationsrisiken und Sicherheitsherausforderungen in einer bereits instabilen Region aufwirft.
Darüber hinaus ist Saudi-Arabiens Haltung zur Normalisierung der Beziehungen zu Israel mit der Anerkennung eines palästinensischen Staates verknüpft, was die geopolitische Landschaft weiter kompliziert.