Die Ankündigung von Präsident Trump über Zölle auf importierte Generika hat eine Debatte über die Lebensfähigkeit der US-Produktion für kostengünstige Arzneimittelhersteller ausgelöst. Die Zölle werden über einen Zeitraum von drei Jahren schrittweise eingeführt, beginnend mit einer zweijährigen Frist ohne Abgaben, gefolgt von einem 100%-Zoll für ein Jahr und dann steigend auf 200%.
Dieser Vorschlag zielt auf einen globalen Generikamarkt, der fast 500 Milliarden US-Dollar wert ist. Branchenführer, darunter John Murphy III, CEO der Association for Accessible Medicines, betonen, dass sie die US-Produktion unterstützen, aber strukturelle Herausforderungen jenseits der Zölle die heimische Produktion behindern.
Generika machen etwa 90% der US-Verschreibungen aus, repräsentieren jedoch aufgrund ihrer niedrigen Preise nur einen kleinen Teil der Gesamtausgaben für Medikamente. Analysten warnen, dass ein Zoll von 100-200% viele Hersteller zwingen könnte, entweder die Kosten zu absorbieren, an die Verbraucher weiterzugeben oder den Markt ganz zu verlassen, insbesondere solche mit geringen Gewinnmargen.
Unternehmen wie Amphastar Pharmaceuticals und Hikma, die über eine erhebliche US-Produktion verfügen, könnten besser abschneiden als andere wie Teva und Viatris, die stärker auf die Überseeproduktion angewiesen sind. Die endgültigen Auswirkungen auf die Arzneimittelpreise bleiben ungewiss und hängen davon ab, wie die Politik umgesetzt wird und wie die Hersteller reagieren.
Investoren sehen die zweijährige Umsetzungsfrist derzeit als Chance für Unternehmen, sich anzupassen, aber die Einzelheiten der Politik werden entscheidend sein, um die langfristigen Auswirkungen auf die Branche zu bestimmen.