Der japanische Premierminister Sanae Takaichi schlägt eine Senkung der Verbrauchsteuer auf Lebensmittel vor, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln

08/04/2026, 02:35 AM announcement finance

Premierministerin Sanae Takaichi verfolgt einen Plan zur Senkung der Verbrauchsteuer auf Lebensmittel in Japan, was die erste Reduzierung seit der Einführung der Steuer im Jahr 1989 wäre.

Die regierende Liberaldemokratische Partei hat den Gesetzentwurf durch wichtige Ausschüsse gebracht, wobei Takaichi in diesem Monat die Genehmigung des Kabinetts anstrebt und plant, ihn in diesem Herbst im Parlament vorzulegen.

Die vorgeschlagene Steuererleichterung, die ab April 2027 in Kraft treten soll, ist Teil einer umfassenderen Wirtschaftsstrategie, die einen bedeutenden öffentlich-privaten Investitionsplan umfasst, der bis 2040 auf 370 Billionen Yen geschätzt wird.

Der Plan hat jedoch Kritik aus den eigenen Reihen ihrer Partei erfahren, da ehemalige Minister warnen, dass er das fiskalische Vertrauen untergraben, die Zinssätze erhöhen und den Yen schwächen könnte. Der Internationale Währungsfonds hat ebenfalls von der Steuerreduzierung abgeraten und auf potenzielle fiskalische Risiken hingewiesen.

Takaichi hat versprochen, die Steuererleichterung nicht durch Defizitanleihen zu finanzieren, sondern stattdessen eine Überprüfung der Ausgaben und Subventionen vorzuschlagen, obwohl die Einzelheiten unklar bleiben.

Japans öffentliche Schulden gehören bereits zu den höchsten weltweit und werden bis 2026 auf 204 % des BIP geschätzt, was Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit zusätzlicher Kredite aufwirft.

Analysten weisen darauf hin, dass der Plan zu erhöhten langfristigen Staatsanleiherenditen führen könnte, die derzeit bei etwa 2,85 % liegen, da die Märkte auf inflationsbedingte Druck und die Geldpolitik der Bank von Japan reagieren.

Während das Investitionsziel potenziell die fiskalische Gesundheit durch Wachstumssteigerung verbessern könnte, betonen Experten, dass die Wirksamkeit des Plans davon abhängt, ob er die Produktivität steigert und nicht nur den Konsum unterstützt.

Mehr Nachrichten